Tecnolumen
Marianne Brandt Kollektion


Die zeitlosen Leuchten der Bauhaus-Designerin Marianne Brandt
überzeugen mit Glas, Metall und klaren Formen. Neu aufgelegt von Tecnolumen.

Die Leuchten der Bauhaus-Designerin Marianne Brandt demonstrieren perfekt die zeitlose Ästhetik und Funktionalität der Designschule. Kugel, Kreis und Zylinder sind die vorherrschenden Formen, als Materialien kommen Metall und Glas zum Einsatz.

Die Leuchten werden heute von Tecnolumen produziert. Die Kollektion umfasst dabei verschiedene Modelle von Deckenleuchten und Pendelleuchten, jeweils in mehreren Größen und anderen Ausführungen erhältlich.

Bei der Deckenleuchte DMB 26 ist eine Opalglaskugel über drei schmale Stäbe mit dem runden Deckensockel verbunden. Die luftige Konstruktion wirkt der Schwere des Glasdiffusors entgegen und lässt selbst die größte von vier Ausführungen leicht und unauffällig im Raum schweben. Ähnlich wirkt die Pendelleuchte HMB 27, die den runden Glasdiffusor allerdings an drei schmalen Metallketten von der Decke pendelt – ein ebenso logisches wie auffälliges Designelement. Im Gegensatz dazu nutzt die HMB 29 Pendelleuchte nur einen schlichten Metallstab als Deckenstruktur, dafür aber weist der Glasschirm eine gestalterische Besonderheit auf: Er ist zusammengesetzt aus zwei unterschiedlich großen Glaskugeln, die obere mattiert, die untere glänzend weiß. Der stufige Übergang und die unterschiedlichen Oberflächen verleihen der Leuchte eine lebendige Anmut, ohne die Klarheit ihres Designs zu schmälern.

Gemeinsam mit Hans Przyrembel entwarf Marianne Brandt die Pendelleuchte HMB 25, eine Metallleuchte zur gezielten Tischbeleuchtung. Insbesondere die höhenverstellbare Variante verkörpert "form follows function" in Reinform: Alle Elemente erfüllen eine eindeutige Funktion, die auch auf den ersten Blick ersichtlich ist, ohne den Versuch, die Art der Handhabung durch zusätzliche Details zu verschleiern. Dabei handelt es sich um einfachste zylindrische und runde Formen – zweckmäßig, intuitiv, in ihrer Gesamtheit aber auch ästhetisch überzeugend.

Die in Chemnitz geborene Marianne Brandt (1893-1983) war bereits ausgebildete Malerin und Bildhauerin, als sie 1923 ein Studium am Staatlichen Bauhaus in Weimar begann. Erfolgreich war sie vor allem in der Metallwerkstatt unter Leitung von László Moholy-Nagy. Bereits 1924 schuf sie ihr vielleicht berühmtestes Design, das Tee-Extraktkännchen MT 49, das seinerzeit zwar nicht in Serie ging, aber zu den ikonischsten Bauhaus-Designs überhaupt zählt. Brandt organisierte ebenfalls die Kooperation mit den Unternehmen Schwintzer & Gräff und Körting & Mathiesen, die ihre und andere Bauhaus-Leuchten ab 1927 herstellten und auf den Markt brachten. Nachdem Moholy-Nagy 1928 aus dem Bauhaus ausschied, übernahm Marianne Brandt die Leitung der Dessauer Metallwerkstatt. 1929 verließ sie das Bauhaus und leitete zunächst die Entwurfsabteilung einer Metallwarenfabrik. Im Laufe ihres Lebens arbeitete Brandt als Designerin und Malerin, sowie von 1949-1951 als Dozentin an der Hochschule für Werkkunst in Dresden.