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Kartell Leuchten und Möbel

Kartell Leuchten und Möbel

Das erfolgreiche Unternehmen Kartell ist bekannt für seine Leuchten, Möbel und Wohnaccessoires aus Kunststoffen, die oft in kräftigen Farben gestaltet sind. Zahlreiche namhafte Designer haben bereits für die renommierte Designmarke gearbeitet. Zu den bekanntesten Kartell-Produkten gehören das vielseitige Aufbewahrungsmöbel Componibili, die extravagante Bourgie Tischleuchte und der raffinierte Masters Stuhl von Designikone Philippe Starck. Die Möbel und Leuchten von Kartell haben zahlreiche Designpreise gewonnen, darunter mehrere Compassi d'Oro.

Kartell wurde 1949 von dem Chemiker Giulio Castelli gegründet und konzentrierte sich anfangs auf die Verarbeitung von Kunststoffen für die Automobilindustrie. Später verlagerte sich das Geschäftsfeld schrittweise in Richtung Möbeldesign. Auch Leuchten und Haushaltsgegenstände wurden bald ins Sortiment aufgenommen. 1972 wurden im New Yorker Museum of Modern Art Kartell-Produkte als Teil der Ausstellung „Italien: Die neue Wohnlandschaft“ vorgestellt. Diese Bühne steigerte die Bekanntheit und damit auch den Erfolg der Marke auf internationaler Ebene. Anna Castelli Ferrieri, Architektin, Designerin und Ehefrau des Firmengründers Giulio Castelli, entwarf 1966 das Kartell-Firmengebäude und war von 1976 bis 1987 Chef-Designerin der Firma. In dieser Zeit enwarf sie mit den Componibili-Schränkchen einen der größten Kartell-Bestseller.

Seit 1991 ist Ferruccio Laviani Art-Director von Kartell. Er hat Bourgie, Bloom und viele weitere der bekanntesten Kartell-Produkte ersonnen. 1999 eröffnete ein eigenes Kartell-Museum in Noviglio, das auf drei Etagen mehr als 1000 Designstücke ausstellt.

Dass Kunststoff billig und minderwertig sei, ist ein Klischee, dem die originellen Kartell-Objekte entschieden widersprechen. Kartell-Kunststoff ist robust und vielseitig, pflegeleicht, von geringem Gewicht und abwechslungsreich in seinem Erscheinungsbild: transparent, klar oder getönt, farbig oder metallisiert erzielen die Kartell-Produkte die unterschiedlichsten Effekte. Manche Kartell-Stücke erinnern dank ihrer Gestaltung an kostbares Kristallglas, andere an edles Metall.

Beliebte Kollektionen

Design-Klassiker und Evergreens

Zu den bekanntesten Leuchten von Kartell zählt die Fly-Kollektion: Pendelleuchten mit sympathisch gewölbtem Schirm, die je nach Version mit opakem oder transparentem Schirm ein gerichtetes oder teils diffuses Licht spenden.

Doch die vielleicht auffälligste Kartell-Leuchte ist Bourgie, eine Tischleuchte mit verschnörkelter Gestalt, eine stilisierte Kunststoffversion herrschaftlicher Barock-Lampen – eine witzige Verbindung von Alt und Neu, von altehrwürdiger Formsprache und modernen Materialien.

Ähnlich clever geht die kleine Akku-Tischleuchte Battery vor. Sie scheint gänzlich aus geschliffenem Kristallglas zu bestehen, natürlich ist es aber robustes, leichtes PMMA – dadurch kann die kabellose Leuchte bequem und gefahrenlos hochgehoben und an einen anderen Ort gebracht werden.

Sitzmöbel und Tische, Regale und Sideboards sind ebenfalls fester Bestandteil des Kartell-Repertoires. Nicht alle Produkte bestehen aus reinem Kunststoff. Der Servierwagen Gastone hat eine Metallstruktur, und die gemütlichen Sofas der Plastics Duo oder Pop Kollektionen sind weich gepolstert und mit Stoffbezügen ausgestattet. Im Gegensatz dazu steht zum Beispiel das Sofa Magic Holevon Philippe Starck, das aus Kunststoff besteht und auch für den Außenbereich geeignet ist – ein Vorteil der Kunststoffmöbel, der auch auf Klassiker wie den Masters Chair oder den Ghost Armlehnenstuhl zutrifft. Transparenter, getönter Kunststoff lässt den Hocker Stone von Marcel Wanders wie einen geschliffenen Edelstein wirken, die Vasen der Jellies Family von Patricia Urquiola wiederum erinnern an Wackelpudding. Der Tisch Invisible, das Ghost Regal und der Joe Colombo Stuhl, die Neuauflage eines Designklassikers aus den 1960er Jahren, erzielen dank ihrer Transparenz die Optik von klarem Glas.

Die wichtigsten Designer für Kartell

Design-Neuheiten aus 2019

2019 wurden einige Kartell Stühle neu ins Nostraforma Sortiment aufgenommen, darunter der Clap Stuhl von der bekannten Designerin Patricia Urquiola aus dem Jahr 2014. Der Stuhl besteht aus robustem, gefärbtem Kunststoff und einer gemütlichen Sitzschale aus schwer entflammbarem Trevira-Stoff. Das Design von Clap ist klar und lädt mit abgerundeten Kanten zum komfortablen Sitzen ein. Zahlreiche Gestell- und Bezugsfarben sind im Shop und auf Anfrage erhältlich.

Den Matrix Stuhl von Kartell gibt es als Indoor und als Outdoor Version und stammt von Tokujin Yoshioka. Der Japaner ließ sich von Metalldrahtstühlen aus den 1950er Jahren inspirieren und entwarf seinen eigenen Gitterstuhl aus hochwertigem Kunststoff. Das Ergebnis ist eine luftige, lichtdurchlässige Struktur, die auf einer lackierten und verchromten Metallbasis steht. Den Matrix Stuhl gibt es sowohl für den Innenbereich als auch für den Außenbereich.

Das Design für den Generic C und den Generic A Stuhl stammt von niemand Geringerem als Stardesigner Philippe Starck, der mit Generic eine minimalistisch-funktionale Sitzgelegenheit aus Polypropylen geschaffen hat. Generic A und C unterscheiden sich in Arm- und Rückenlehne, jedoch wirken beide luftig-leicht. Auch der Catwalk Stuhl aus einer Zusammenarbeit von Philippe Starck und Sergio Schito überzeugt mit funktionaler, reiner Formensprache und aparten Farbausführungen. Catwalk ist ein Multitasker: Er kann im Innen- und im Außenbereich stehen.