Organisches Design - Wer Mut zur "Unförmigkeit" beweist, liegt heute voll im Trend

Christine Motzan, 11.06.2013

Foto: Die organisch geformte Tischleuchte Bokka von Kundalini ist ein Entwurf Karim Rashids und besteht aus mundgeblasenem, mit einem Wasserstrahl geschnittenen Triplexglas.

Schwungvolle Rundungen und dynamische Wölbungen: Organisches Design verkörpert eine Stilrichtung und zugleich einen Gestaltungsgrundsatz, es bildet einen Gegensatz zum geometrischen, sachlichen, minimalistischen Design. Typischerweise werden im organischen Design amorphe, natürlich anmutende und die Natur symbolisierende Formen aufgegriffen. Dabei spielen viele Entwürfe auf von Naturgewalten geschliffene Strukturen an. Organisches Design spricht also alle diejenigen an, die von geometrischen Formen und geraden Linien genug haben und sich auf natürlich anmutende Objekte einlassen möchten, die die Fantansie mit jedem Blick, immer wieder aufs Neue, beflügeln.

Foto: Der organische Spiegel L'oreiille Qui Voit von xO-Design besticht durch seine außergewöhnliche Form und seinen erlesenen Rahmen, der mit echtem Blattsilber bezogen wird.

Spieglein, Spieglein: Die Spiegelkollektion L'oreiille Qui Voit wurde ursprünglich von Philippe Starck für das Fasano Hotel in Rio de Janeiro entworfen und wird nun von xO-Design seriell produziert. Der surreal anmutende Wandspiegel, der wie ein menschliches Ohr geformt ist, verkörpert eine Hommage an Dalis Gemälde Soft Watches.

Foto: Der stilvolle Couchtisch Arabesco von Zanotta besteht aus gebogenem Ahorn-Schichtholz, Sicherheitsglas und Messing.

Einzigartiger Designklassiker: Carlo Mollino entwarf den Arabesco Tisch 1949 für das Wohnzimmer der Casa Orenga in Turin. Mit diesem Entwurf sah der Universalist Mollino erstmals in seinen Inneneinrichtungen Möbel als autonome Gegenstände und nicht als Bestandteile der Architektur an. Aus diesem Verständnis heraus ist die solitäre Erscheinung des Beistelltisches zu erklären. Das Gestell dient zugleich als Zeitschriftenablage. Die Form der Tischplatte ist der Rückenansicht der weiblichen Liegenden, einer Zeichnung Léonor Finis, entlehnt und entspricht Mollinos Vorliebe, erotische Assoziationen in seine Möbelgestaltung einfließen zu lassen.

Foto: Der imposante DNA Kronleuchter XL besitzt eine organisch geformte Kuntstoffstruktur, bestehend aus mehreren Leuchtenarmen, die mit 15 Globelampen bestückt sind.

Zeitgenössischer Lüster: Die Leuchtenserie DNA von next ist eine weitere Kreation des deutschen Kreativduos Hopf & Wortmann. Das ebenso schlichte wie außergewöhnliche Design der Leuchten basiert auf einem Grundelement, das ähnlich einem biologischen DNA-Strang, organisch 'wächst', also Leuchten in verschiedenen Varianten und Größen ergibt. Das dreigliedrige Grundelement aus äußerst robustem ABS-Kunststoff ist wahlweise in Weiß, Pink, Schwarz oder chromfarben erhältlich und bildet die Struktur der DNA Leuchten. An diesem Grundelement werden kugelförmige Globelampen angebracht, die das Licht gleichmäßig und in alle Richtungen streuen.

Foto: Der Beistelltisch Tod von Zanotta ist ein originelles Möbelstück mit hohem Wiedererkennungswert.

Kein Todesfall: Der außergewöhnliche Beistelltisch Tod von Zanotta hat seinen Namen einzig und allein dem Namen seines Schöpfers Todd Bracher zu verdanken und ist nicht dem nahenden Lebensende zu verknüpfen. Dieses auffällige Tischchen versprüht sogar pure Lebensfreude, was an seiner modernen, organisch anmutenden Formgebung liegt, die zwar an klassische Tische erinnert, dabei aber einen gänzlich neuen Gesamteindruck erzeugt.

Foto: Die Artemide Mercury Pendelleuchte verspüht ein magisches Licht und besticht durch ihre organische Anmut.

Skulpturale Lichtgestalt: Die unvergleichliche Mercury Pendelleuchte von Artemide aus der Feder des britischen Industriedesigners Ross Lovegrove ist ein Paradebeispiel für organisches Design und ein Blickfang in jedem Raum. Ihr indirektes Licht erhellt den Raum diffus. Bei Tageslicht reflektiert sie, selbst im ausgeschalteten Zustand, das Licht und setzt glänzende Akzente. Die Mercury von Artemide gehört zur "Hydro"-Serie und ist das Ergebnis langjähriger Forschung. Ihr liegt das Interesse des Designers für die Dynamik des Wassers sowie die Beschaffenheit organischer Flächen zur Unterstützung der Lichtbrechung zugrunde.

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Kundalini

Kundalini produziert seit 1996 Designerleuchten, die mit einer kreativen und unkonventionellen Ästhetik Geschichten erzählen und Emotionen wecken.

Artemide

Artemide wurde 1960 in Mailand gegründet. Viele weltweit bekannte Designklassiker stammen von dem italienischen Traditionsunternehmen.

next

Die Kölner Designmarke Next ist bekannt für organisch inspirierte Leuchten aus Kunststoff, wie zum Beispiel die Leuchtenkollektion DNA.

Zanotta

Die Designmarke Zanotta ist bekannt für hochwertiges, außergewöhnliches italienisches Wohndesign aus der Feder wegweisender Designer.

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