Nobelpreis für die Väter der blauen LED - Auszeichnung für energieeffiziente Beleuchtung

Magdalena Ferner, 08.10.2014

Foto: Ingo Maurer gehört zu den Pionieren der LED-Leuchten. Im Bild: Ingo Maurer Wallpaper und My New Flame.

Das leuchtet ein: Energieeffizientes Licht ist dem Nobelpreiskomitee eine Auszeichnung wert. Die japanischen Wissenschaftler Isamu Akasaki, Hiroshi Amano and Shuji Nakamura erhalten für ihre wegweisenden Arbeiten zur Entwicklung der LED den Physik-Nobelpreis. Sie schufen in den 1990er Jahren blaues LED-Licht und machten so den Weg zur LED als echte Alternative zur Glühlampe frei. Heute ist sie überall!

Die LED hat sich in Windeseile zum allgegenwärtigen Licht etabliert. Nicht nur in unseren Smartphones, Tablets und Fernsehern, sondern auch ganz präsent am Arbeitsplatz und in der Wohnung als Teil der Raumbeleuchtung. Leuchten mit verbauten LEDs galten vor wenigen Jahren noch bei vielen Designern und Herstellern als Beleidigung des guten Geschmacks; nur die Glühlampe könne wahrhaft schönes Licht spenden. Doch dies ist Geschichte. Das Gros der bei uns fast täglich eintrudelnden Neuheiten-Meldungen sind mittlerweile LED-Leuchten.

Foto: Der Designklassiker Tolomeo von Artemide ist auch als LED Variante erhältlich. Im Bild: Artemide Tolomeo Faretto LED Wandleuchte.

Einhellig zufrieden: Dass das Nobelpreiskomitee sich genau für diesen Meilenstein der energieeffizienten Beleuchtung begeistern konnte, ist besonders beachtlich. Für Außenstehende sind die herausragenden Leistungen hinter vielen Auszeichnungen nicht immer verständlich. Als im vergangenen Jahr Peter Higgs und François Englert für die Vorhersage des Higgs-Teilchen mit dem Physik Nobelpreis belohnt wurden, war sicherlich nicht jedem klar, was dies bedeutet. Die LED ist jedoch den meisten Menschen ein Begriff. Dass die japanischen Wissenschaftler die blaue LED schufen, beeinflusst unser aller Leben nachhaltig. Denn diese Entwicklung hat die Lichttechnik und damit unsere tägliche Umgebung revolutioniert. Nicht nur unsere Beleuchtung und das Leuchtendesign haben sich geändert, auch das Bewusstsein für den Wert von Energieeffizienz an sich.

Foto: Flach, effizient und warmweiß - Die Nimbus Modul Q 36 ist eine ebenso minimalistische wie lichtstarke LED-Deckenleuchte.

I'm blue, yuhu! Aber wieso war es gerade das blaue LED-Licht, das so viel verändert hat? Einfache Antwort: Es war das letzte Puzzlestück zum weißen Licht. Dafür muss man verstehen, dass man Rot, Grün und Blau benötigt, um weißes LED-Licht zu erzeugen. Bereits in den 1960er wurden rote Leuchtdioden präsentiert. Wir alle kennen sie als Kontrolllämpchen. Bald darauf folgten grüne und gelbe LEDs. Auf blaues Licht mussten wir aber drei Jahrzehnte warten. Der Halbleiter Galliumnitrid brachte den Durchbruch und öffnete endlich den Weg zum weißen LED-Licht. Der Rest ist eine Erfolgsgeschichte der Effizienz, aber auch des Designs und der Kreativität, die noch lange kein Ende nimmt.

Foto: Die Flos Kelvin T LED ist nicht nur die LED-Version des Klassikers Kelvin, sondern löste als Nachfolger die berühmte Tischleuchte gänzlich ab.

Foto: Der Beistelltisch Moree Bubble Outdoor LED erhellt die Nacht mittels RGB LED-Leuchtmittel in stilvollen Farben.