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LIEFERLAND UND STEUERSATZ

Javier Mariscal

Javier Mariscal

Als eines von zwölf Kindern wurde Javier Mariscal 1950 im spanischen Valencia geboren und entwickelte schon in jungen Jahren eine Affinität für Comics, die er mit Vorliebe selbst zeichnete. Von 1967 bis 1970 nahm er ein Philosophiestudium in Valencia auf und studierte im Anschluss Grafikdesign in Barcelona.

Während er er sich zunächst als Maler und Zeichner von Undergroundcomics probierte, nahm er im Laufe der Zeit mehr und mehr illustratorische Aufträge an und wurde 1979 mit seinem Logo Bar-Cel-Ona bekannt. 1980 realisierte er in Zusammenarbeit mit Fernando Salas die Inneneinrichtung der Duplex-Bar in Valencia und konzipierte den dazugehörigen Duplex Hocker. 1981 wurde er von Ettore Sottsass eingeladen, mit seinen postmodernen Designs an der Mailänder Ausstellung "International Style" der Memphis Group mitzuwirken. Mariscal präsentierte dort den Hilton Trolley und den Tisch Colón. Für das Centre Georges-Pompidou in Paris gestaltete er 1987 eine Einzelausstellung. 1988 durfte er das Maskottchen für die Olympischen Spiele 1992 in Barcelona entwickeln, schuf den Sympathieträger Cobi und erlangte so weitreichende Bekanntheit. 1989 gründete Javier Mariscal sein eigenes multidisziplinäres Studio Estudio Mariscal in Barcelona, wo er mit etablierten Designern und Architekten im Laufe der Jahre eine Vielzahl an Corporate Identities und Corporate Designs erarbeitete.

Der Stil des Spaniers ist bunt und durch eine comichafte Formensprache geprägt. Charakteristische Mariscal-Designs sind beispielsweise die Hut tragende Vase Olé oder der Stuhl Garriri mit den sympathischen Micky-Maus-Ohren, welcher heute im Musée nationale d'Art Moderne ausgestellt ist. Ebenso tragen der Stuhl Alexandra für die italienische Möbelmarke Moroso und die Kindermöbel der Magis Me Too Kollektion Mariscals typische Designhandschrift.