Jacques Adnet

Jacques Adnet

Jacques Adnet wurde im Jahr 1900 im französischen Châtillon-Coligny geboren, besuchte die städtische Designschule in Auxerre und studierte später Architektur an der École nationale supérieure des Arts Décoratifs in Paris. Gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Jean gründete Jacques Adnet das Designstudio JJ Adnet. In den 1920er Jahren galt er als einer der vielversprechendsten Jungdesginer des Landes und wurde eingeladen, an Kunstausstellungen wie der "Salon d'Automne" oder den "Expositions des Art Décoratifs" mitzuwirken, was ihm zu ersten Auszeichnungen für seine Möbel und Accessoires verhalf. Als einer der ersten Designer kombinierte Adnet Metall und Glas in Struktur und Oberflächendekor. Außerdem waren Funktionalität und geometrische Einfachheit wichtige Prinzipien für Jacques Adnet, mit denen er den Stil des Art Déco weiterentwickelte.

Im jungen Alter von 28 Jahren wurde Jacques Adnet Direktor der "La Compagnie des Arts Francais (CAF)", was ihm als Plattform für seine modernistischen Möbelentwürfe diente, in denen er mit Vorliebe hochwertiges Holz, verchromtes Metall, Leder, Pergament oder Rauchglas verarbeitete. In seinem Team arbeiteten unter anderem die Raumausstatter Francois Jourdain, Charlotte Perriand und Georges Jouve. Während der 1940er Jahren arbeitete Jacques Adnet mit dem Modehaus Hermès zusammen, stattete eine Vielzahl der Modeläden aus und entwickelte sogar eine eigene Möbelkollektion mit dem Luxuslabel. In den 1950er Jahren wurde er unter anderem mit der Ausstattung der Privatwohnräume des französischen Präsidenten im Élysée-Palast betraut und gestaltete den Konferenzraum des UNESCO Hauptquartiers in Paris.

Seine Leidenschaft für Glas und Leder kommt besonders in den heute von der Designmarke Gubi vertriebenen Adnet Spiegel zum Ausdruck, die mit elegantem Leder umrahmt sind und als Sinnbild der besonderen Handschrift von Jacques Adnet gelten. Der Designer und Architekt verstarb 1984, doch seine Möbel und Accessoires sind aufgrund ihrer Zeitlosigkeit noch heute populär.