Christian Dell

Christian Dell

Der 1893 in Hanau geborene Christian Dell machte zunächst eine Ausbildung zum Silberschmid, besuchte anschließend die staatliche Zeichenakademie und studierte zuletzt an der Sächsischen Kunstgewerbeschule in Weimar. 1922 kam Christian Dell ans Bauhaus und leitete die dortige Metallwerkstadt bis 1925, wo er unter anderem mit Bauhaus-Künstlerin Marianne Brandt zusammenarbeitete. Schon damals zeichneten sich seine Arbeiten durch Innovation und Fortschrittlichkeit aus, sein Stil war durch organisch-fließende Formen geprägt.

Im Anschluss an Weimar zog er nach Frankfurt und übernahm die Leitung der Metallwerkstadt an der Frankfurter Kunstschule, die er 1933 unter der Herrschaft der Nationalsozialisten wieder verlassen musste. Von 1948 bis 1955 betrieb er ein Juweliergeschäft und lebte anschließend bis zu seinem Tod 1974 zurückgezogen.

Der Bauhaus-Künstler Dell wurde mit seinen ikonischen Leuchten berühmt, die er ab 1926 entwarf. Anders als die Arbeiten Dessaus waren Christian Dells Entwürfe durch ihren organisch-fließenden Stil avantgardistisch, sie erschienen regelmäßig in der Zeitschrift "Das Neue Frankfurt". Neben der Leuchte "Rondella" (1927/1928) und der "Dell-Lampe Typ K" (1929) erlangten vor allem seine Modelle für den Hersteller Gebr. Kaiser & Co., auch als "Kaiser-idell" bezeichnet, weitreichende Bekanntheit.

Besonders die Tischleuchte aus der Kaiser-idell-Kollektion, die KAISER idell 6631 Luxus Tischleuchte, galt in der Nachkriegszeit für sehr lange Zeit als die Büro- und Arbeitsplatzleuchte schlechthin. Sie wird heute noch in hohen Stückzahlen von der dänischen Designmarke Fritz Hansen produziert und ist zusammen mit den anderen Modellen aus der Kollektion ein beliebter Bauhaus-Leuchtenklassiker.