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Viva Barcelona! Innovatives Leuchtendesign aus der pulsierenden Mittelmeer-Metropole

Jessica Burkhardt, 03.08.2018

Botanik meets Licht: die Palma 3724 Pendelleuchte von Vibia

Spanien kann mehr als Flamenco, Tapas und balearische Urlaubshochburgen – dass die iberische Halbinsel aber auch wegweisendes Leuchtendesign hervorgebracht hat, wissen nur die Wenigsten. In puncto Design stand Spanien bislang eher im Schatten der etablierten Design-Enklaven Skandinavien und Italien. Dies ist auch den Irrungen und Wirrungen der spanischen Geschichte geschuldet, das bis 1975 nahezu vierzig Jahre vom diktatorialen Regime Francos geprägt war. Abgesehen vom "Modernisme", dem katalanischen Jugendstil-Pendant unter der Federführung Gaudís und Dalís Anfang des 20. Jahrhunderts, gab es in Spanien nur wenig Raum für künstlerisch-kreative Entfaltung.

Stilvolles Stehvermögen : die Jazz Stehleuchte von Vibia

Um quasi "Licht ins Dunkel" zu bringen, wollen wir Sie an dieser Stelle in die spannende Kreativ-Metropole Barcelona entführen, die nicht nur die Geburtsstadt Antoni Gaudís ist, sondern auch die Wiege spanischen Leuchtendesigns. Gerade im Zuge der Olympischen Sommerspiele 1992 und der Weltausstellung in Sevilla im selben Jahr erlebte die Stadt am Mittelmeer vor nunmehr 25 Jahren einen unvergleichlichen Aufschwung. ¡Vamos!

Dreidimensionale filigrane Gestalt: die Vibia Wireflow Pendelleuchte mit quadratischem Grundriss

Vibia – avantgardistisch-puristisches Leuchtendesign made in Barcelona

Bei Vibia steht cleanes, geradliniges Design im Vordergrund, unter Verwendung modernster Materialien wie Polycarbonat, Acrylglas und Stahl. Die klare Formensprache wird zusätzlich unterstrichen durch die restriktive Farbpalette , bestehend aus Schwarz, Weiß und Metall. 1987 in Barcelona gegründet, erlangte Vibia binnen weniger Jahre große Bedeutung auf internationaler Ebene; mittlerweile ist die katalanische Designschmiede in über 60 Ländern weltweit vertreten. In den letzten drei Jahrzehnten haben ikonische Serien, wie die durch ihre organische Formgebung bestechende Jazz, die trichterförmige Funnel und die Puck, den Siegeszug um die Welt angetreten. Hinzugesellt haben sich in den letzten Jahren Kollektionen, die vermehrt avantgardistisch bzw. wie Leuchtobjekte anmuten. Als Paradebeispiel hierfür sei die Wireflow Pendelleuchtenserie genannt, für die Design-Legende Arik Levy verantwortlich zeichnete, und bei der die Aufhängung aus frei positionierbaren Kabeln selbst zum Hauptdarsteller avanciert.

Ein besonders gelungener "Wurf" aus jüngerer Zeit ist die extravagante Palma-Leuchtenkollektion aus der kreativen Feder von Antoni Arolas, eine nahezu poetische Verschmelzung von Pflanzen und Licht, wo je nach Ausführung sphärischer Glasdiffusor und halbkugelförmiger Pflanzentopf eine stimmige Balance bilden. Hiermit rückte der spanische Jungdesigner Arola Pflanzen und Licht als organische Einheit in den Fokus des Geschehens – wie das Außenelement Licht werden nun Pflanzen in den Innenbereich integriert, was für zusätzliche Dynamik und ausgefallene Ästhetik im Wohnraum sorgt. Nice to know: Für das Palma-Leuchtensystem erhielt Arola 2018 den begehrten German Design Award des Rates für Formgebung in der Kategorie "Excellent Product Design".

Ein echter Designklassiker: die Discocò 68 Pendelleuchte

Marset – reduzierte Sachlichkeit meets moderne Eleganz

Marset Illuminación kann mit Fug und Recht als eine der führenden Leuchtendesignschmieden Spaniens betitelt werden und schmückt sich dementsprechend mit einem bunten Strauß an Designpreisen, wie etwa dem prestigeträchtigen Premio Nacional de Diseño 2015, dem Red Dot Award 2016 und dem Design Management Europe (DME) Award 2014-2015. In den 1940er Jahren als familiengeführter Metallguss-Betrieb gegründet, bringt Marset seine über viele Jahrzehnte kumulierte Expertise und handwerkliches Können in seinen Kreationen ein, die vor allem eins sind: facettenreich und innovativ.

Organisiertes Chaos oder bunte Traube? Die Marset Tam Tam P 3 Stehleuchte

In der Tat gleicht keine Leuchte der anderen. Ganz gleich, ob es sich um die blütenförmige Discocò-Leuchte im Retro-Design handelt, die bunt-poppige Bicoca Akku-Tischleuchte, die an eine Laterne erinnernde Follow-Me Tischleuchte im skandinavischen Stil, die extravagante, wie ein gefalteter Textilstoff anmutende Pleat Box Pendelleuchte, oder die verspielte, an eine bunte Traube erinnernde Mehrfach-Stehleuchte Tam-Tam – allen gemein ist ein starker, raumgreifender Charakter, der Design-Statement und Leuchte in einer Gestalt verkörpert.

Imitation einer Stoff-Falte: die Marset Pleat Box Pendelleuchte aus Keramik in unterschiedlichen Größen

Bezugnehmend auf seine Heimatstadt, qualifiziert sie Joan Gaspar, Chef-Designer von Marset als eindeutige Inspirationsquelle, genauer gesagt Barcelonas Ursprünge als industrielle Hafenstadt. "Mich inspiriert die Industrie und der Erfindergeist" – der innovative Design-Ansatz des Unternehmens gründet im allgegenwärtigen Erfindungsreichtum und in der Kreativität der Stadt.

Dreibeinige Schönheit: die Trípode G5 Stehleuchte

Santa & Cole – Stilsicherheit in warmer Farbgebung

Wer glaubt, dass Santa & Cole was mit Weihnachten zu tun hat oder gar angelsächsische Wurzeln vermutet, befindet sich hier eindeutig auf dem Holzweg. Hinter dem klangmalerischen Namen verbirgt sich das Gründer-Trio Javier Nieto Santa, Gabriel Ordeig Cole und Nina Masó, die 1985 die Santa & Cole Ediciones de Diseño S.A ins Leben riefen. Die Idee dahinter: Ein Unternehmen für Industriedesign-Editionen zu schaffen, um den grauen Alltag der Menschen durch schöne Produkte zu bereichern. Genau das tut Santa & Cole mit großem Erfolg und brilliert dabei vor allem mit eleganten Kreationen in warmen Farbtönen, die es vermögen, ein wohliges Ambiente in jedes Interieur zu zaubern. Die Präferenz für warme Farben gründete in der Absicht, dem in den 1980er Jahren vorherrschenden kühlen Halogenlicht ein Kontrastprogramm entgegenzusetzen.

Luftig und leicht: die zweischalige Moaré Pendelleuchte von Santa & Cole

Darüber hinaus gelingt es Santa & Cole auf geradezu meisterhafte Weise, Variantenreichtum UND einheitliche Formensprache miteinander zu verknüpfen, ohne dabei monoton zu wirken. Gestalterisches Leitmotiv sind konische und zylindrische Schirme aus Stoff oder aus Karton. Aushängeschild der katalanischen Designmanufaktur ist die dreibeinige LeuchtenserieTrípode, bei der auf drei überkreuzten filigranen Metallrohren ein runder Schirm aus plissiertem Stoff aufsitzt, mit dem Dauerbrenner schlechthin, der Trípode G5 Stehleuchte.

Die TMM Stehleuchte - ein Klassiker aus den 60er Jahren

Darüber hinaus komplementieren neu aufgelegte moderner Designklassiker aus den 1960er Jahren das edle Sortiment, wie etwa die Tischleuchten Cesta und Asa sowie die ikonische Stehleuchte TMM, allesamt von Industriedesign-Legende Miguel Milá. Bei der scheinbar schlichten TMM Stehleuchte samt Holzstruktur und Kartonschirm handelt es sich um ein wahres Meisterwerk Milás aus dem Jahre 1961, das mit seinem verstellbaren Schirm und unsichtbaren Schalter das spanische Leuchtendesign revolutionierte. Besonderes Highlight: Die Leuchte wird durch leichtes Ziehen am Kabel an- und ausgeschaltet.

Schlichte Extravaganz: die Lewit M60 Tischleuchte

Metalarte - Oldie but Goldie!

Wie die Überschrift es bereits verrät, haben wir es bei Metalarte mit DEM Urgestein des spanischen Leuchtendesigns zu tun, wurde es doch bereits 1932 gegründet. Ursprünglich als Metallwerkstatt etabliert, spezialisierte sich das Unternehmen nach dem Spanischen Bürgerkrieg unter Gründer Antonio Riera auf Leuchten; die erste vermarktete Serie lautete bezeichnenderweise "Nº1".

Minimalismus in Reinform: die Hopper Pendelleuchte

Als Marke konsolidiert, begann Metalarte in den 70er Jahren mit namhaften spanischen Designern zu kooperieren und wurde in den 1980er Jahren sowas wie die Messlatte der spanischen Lichtbranche – die internationale Expansion war dann die logische Konsequenz. Im Zuge besagten Kooperationskurs' entstanden so einzigartige Kreationen wie die Hopper von Lievore Altherr Molina, eine UFO-förmige Pendelleuchte aus einem geschwungenen Metallstreifen, die Lewit-Serie von Jordi Veciana, oder etwa die schlangenförmige Mamba-Kollektion. Gerade mit der Pendelleuchte "Hopper" sowie der Lewit-Serie kehrt Metalarte zu den Ursprüngen seiner Firmengeschichte zurück, sprich den Fokus auf Metallarbeiten.

Opulenter Purismus: die Josephine M Tischleuchte von Metalarte

Insgesamt besticht die traditionsreiche Leuchtenmanufaktur mit Kollektionen, die von feiner Poesie durchzogen sind und eine luxuriös-opulente Anmutung besitzen. Dies trifft vor allem auf die Josephine-Serie von Jungdesigner Jaime Hayón zu – eine ästhetisch äußerst gelungene Allianz einer barocken Leuchtenstruktur mit einem bewusst modernen konischen Leuchtenschirm. Hayón verzichtet ganz bewusst auf jedwede Schnörkel und Verzierungen und rückt stattdessen Form, Farbe und Struktur in den Vordergrund.