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Dimmbar oder nicht dimmbar? Das ist hier und heute die große Frage

Magdalena Ferner, 20.10.2011

Foto: Die Fork Stehleuchte von Diesel with Foscarini bringt stimmungsvolles Licht ins Dunkel.

Dimmbarkeit: Ein Begriff, der so einfach daherkommt, sorgt bei vielen Menschen regelmäßig für Kopfzerbrechen. Dabei soll das stimmungsvolle Licht genau das Gegenteil bewirken. Es soll uns entspannen, eine angenehme Atmosphäre schaffen und müde Augen nach einem langen Tag in grellen Räumen nicht weiter belasten. Deshalb gibt es Dimmer ... und leider auch die Frage: Ist meine Leuchte dimmbar? Wie so oft hängt das von der Art der Nutzung ab. Außerdem von der Art des Leuchtmittels und des Dimmers.

Foto: Die Axo Light AX20 Tischleuchte hat einen Dimmer mit Tachometer-Anmutung.

Dimmer ist nicht gleich Dimmer – Leuchte ist nicht gleich Leuchte: Das Symbol für Dimmbarkeit ist ein liegendes gefülltes Dreieck. Dimmer selbst sind gekennzeichnet mit einem

C: Phasenabschnittdimmer,

L : Phasenanschnittdimmer oder

R: nur für Glühlampen.

Wie einfach das Dimmen ist, hängt davon ab, welche Leuchte Sie dimmen möchten. Prinzipiell unterscheidet man hier Dimmer für mobile Leuchten und Dimmer zum Einbauen. Die problemloseste Variante ist der Dimmer für mobile Leuchten, also beispielsweise Steh- oder Tischleuchten. Sie werden an eine Steckdose angeschlossen. Möchte man sie dimmen, braucht man lediglich ein kleines Zusatzgerät, einen Schnurdimmer. Noch einfacher geht es nur, wenn der Dimmer bereits in die Leuchte integriert ist. Ein wenig komplizierter wird es bei Leuchten, die über einen Kippschalter ein- und ausgeschaltet werden. Der vorhandene Einbauschalter in der Unterputzdose muss nämlich gegen den Dimmer getauscht werden. Das ist jedoch schnell passiert. Damit wäre das Thema erklärt, wenn's das Wörtchen wenn nicht gäbe … Denn das Leuchtmittel macht da nicht ganz mit!

Foto: Die Catellani & Smith Disco Deckenleuchte funktioniert ohne Transformator und kann mit einem externen Dimmer an der Schalterdose gedimmt werden.

Leuchtmittel ist nicht gleich Leuchtmittel: Als es nur die Glühlampe gab, gab es auch die Frage nach der Dimmbarkeit nicht. Denn Glühlampen sind immer dimmbar. So sind auch Halogenlampen (230 V) stets dimmbar. Das Steuerungs-Prinzip, nach dem gedimmt wird, nennt man in der Fachsprache Phasenanschnitt-Dimmer. Und auch Niedervolt-Halogenlampen an elektronischen Transformatoren sind dimmbar. Hier ist aber darauf zu achten, dass es sich um einen Phasenabschnitt-Dimmer handelt. Zudem müssen Dimmer und Transformator zueinander passen. Schließlich lassen sich auch LEDs mit einem LED-Dimmer regulieren. Problematisch wird es nur bei Gasentladungslampen.

Hier gibt es wahre Tücken. Es gilt: Kompaktleuchtstofflampen und stabförmige Leuchtstofflampen müssen an dimmbaren elektronischen Vorschaltgeräten (EVG) betrieben werden. So weit so gut, was aber bedeutet das konkret? Es heißt, Sie müssen zum einen darauf achten, ein tatsächlich dimmbares Vorschaltgerät zu kaufen und Sie müssen bei Dimmern zum Einbauen bereits vor dem Kauf wissen, ob Sie überhaupt ausreichend „verkabelt“ sind. Denn wer eine Wand- oder Deckenleuchte mit Gasentladungslampen anbringen möchte, der braucht insgesamt fünf Kabel – aus den meisten deutschen Decken und Wänden kommen jedoch nur drei. Es hilft auch nichts, wenn das Vorschaltgerät bereits integriert ist, denn dann kann die Lampe bis auf wenige Ausführungen gar nicht gedimmt werden. Deshalb ist es wichtig, sich vor einem Kauf zu vergewissern und gegebenenfalls einen Elektriker um Rat zu bitten oder Sie greifen etwas tiefer in die Tasche und kaufen eine neuartige, spezielle Energiesparlampe, die dimmbar, aber leider auch teuer ist.

Foto: Die benwirth Cluster Tischleuchte LED ist stufenlos dimmbar.

Komfort und Energieeffizienz: Wieso dimmen wir überhaupt? Natürlich um uns das künstliche Licht so angenehm wie möglich zu gestalten, also im Sinne des Komforts. In Zeiten von Nachhaltigkeitsdiskussionen und Umweltbewusstsein ist das Dimmen jedoch auch eine Möglichkeit des Energiesparens, zum Beispiel bei tageslichtabhängigen Regelungen in Büros. Bei konventionellen Glühlampen ist keine Energieeinsparung durch Dimmen möglich, hier liegt der Vorteil mehr in der Lichtstimmung. Bei der Leuchtstofflampe jedoch sinkt die Leistungsaufnahme mit der Helligkeit in gleichem oder gar größerem Maße und spart so Strom. Damit offenbart sich der große Vorteil dieses Leuchtmittels und gibt Trost nach der vielen Arbeit beim Einbauen!