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Aspen & Tree – Werner Aisslinger und seine charismatischen Leuchtenserien für B.Lux

Sabina Strambu, 25.03.2017

Foto: Stehleuchte Aspen F40 von B.Lux ist eine Vertreterin des derzeit anhaltenden Mid-Century-Trends.

Es sind die leisen Töne, die gutes Design ausmachen. Diesem Credo muss auch der international renommierte Produktdesigner und Architekt Werner Aisslinger gefolgt sein, als er seine Ideen für die hier folgenden Lichtobjekte in Form goss. Mit Tree und Aspen hat der baskische Leuchtenhersteller B.Lux zwei Serien im Programm, die auf die Kreativität des Berliner Designers zurückgehen. Dieser konnte in seiner langen Karriere bereits mehrfach unter Beweis stellen, dass nicht formale Effekthascherei die Triebfeder seiner Arbeit ist, sondern der kluge Einsatz von Material und Technologie, das Experiment mit neuartigen Werkstoffen und eine utilitaristische Denkweise, die durchaus auch zu disziplinübergreifenden Designlösungen führen kann. Die beiden Leuchtenkollektionen für B.Lux zeugen von einer formalen Prägnanz mit dem Fokus auf Lichtwirkung: Bereits Mitte der Nullerjahre leuchtete die skulpturale Silhouette der Tree Series auf, vor wenigen Jahren kam mit Aspen eine Hommage an den Mid-Century-Zeitgeist hinzu. An diesen beiden Beispielen lässt sich unaufdringliches und effizientes Design besonders schön ablesen. Und beide Gestaltungsinnovationen haben jeweils auch eine stilistische Überraschung zu bieten.

Foto: Der Charme der Pendelleuchten Aspen S17 geht nicht zuletzt von den Pastellfarben ihrer Doppelschirme aus.

Mit Aspen nimmt Werner Aisslinger Bezug zum bekannten Wintersportort und Skiresort im US-Bundesstaat Colorado, in dem sich der Jetset seit Mitte des letzten Jahrhunderts die Klinke in die Hand gibt. Der Wohnstil der 1960er Jahre prägte auch die formale Designsprache, die seit einiger Zeit ein wohlverdientes Revival erlebt. Die Schirme der Leuchten sind zylindrisch geformt und weisen in proportional harmonischer Höhe einen Einschnitt in Form einer Gitterfuge auf. Der nach oben und unten offene Doppelschirm erhält durch diesen formalen Clou eine weitere Eigenschaft: Durch die Struktur kann neben dem direkten und indirekten Licht auch seitliches Streulicht entweichen.

Foto: Die Pendelleuchte B.Lux Tree Series S bewegt sich zwischen formalem Minimalismus und expressiver Dekoration.

Der in Berlin lebende Produktdesigner und Architekt Werner Aisslinger sieht seinen Auftrag nicht nur in der Schaffung neuer Formen, sondern auch in der produkt- und funktionsdienlichen Materialforschung sowie dem klugen Einsatz neuester Technologien. Geboren im bayerischen Nördlingen, arbeitete Aisslinger in jungen Jahren für Designgrößen wie Jasper Morrison, Ron Arad oder Michele de Lucchi. Seit 1993 existiert sein Studio Aisslinger in Berlin, in dem der grenzüberschreitende Denker und Entwerfer bereits eine Vielzahl an Projekten realisierte. Als Architekt machte er mit Interior-Design-Konzepten oder insbesondere der Entwicklung eines mobilen Wohn- und Arbeitskubus, dem Loftcube, Furore. Als Produktdesigner führen namhafte internationale Hersteller seinen Namen in der Kartei, darunter Magis, Vitra oder Foscarini, für die er die bestechende Leuchte BeHive entwarf. Unzählige Ausstellungen und Auszeichnungen krönen das Schaffenswerk, darunter finden sich Objekte in den dauerexponierten Sammlungen unter anderem des MoMA, des V&A oder der Pinakothek der Moderne.

Foto: Das Innere des kugelförmigen Schirms strahlt im Fall der goldfarbenen Ausführung besonders warm aus.

Bei der Leuchtenserie Tree nimmt Aisslinger nahezu künstlerisches Potenzial auf. Der Schirm der Leuchte hat eine sphärische Form, die sich aus parallelen, wellenförmigen Bändern komponiert. Die aus der Aluminiumkugel ausgefrästen Formlücken lassen das Licht imposant austreten und bereichern im Wechsel mit Schattenstrukturen den Raum. Als weiteres Stilmittel, mit dem der Entwurf bezaubert, dient die Innenfläche der Bänder als Reflektor. Besonders bei den Ausführungen mit goldfarbener Innenlackierung sticht dieser Meisterkniff des Designers hervor. Die Stehleuchte der Serie bringt das natürliche Vorbild des Objekts besonders deutlich hervor. Die Leuchte fußt auf einem Tripod, ragt schlank in die Höhe und fächert da wiederum in drei Äste auf. Diese bergen die Lichtquelle, die durch den charakteristischen Schirm ausstrahlen kann.