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LIEFERLAND UND STEUERSATZ

Artemide Tizio

Richard Sapper


Die Schreibtischleuchte Tizio wurde 1972 von Richard Sapper entworfen
und hat es unter anderem sogar ins Museum of Modern Art in New York geschafft.

Die Tischleuchte Tizio von Richard Sapper war 1972 die erste Leuchte mit Niedervolt-Halogentechnik. Heute ist sie ein bekannter Designklassiker und Teil der Sammlung des Museum of Modern Art in New York. Ihr markantes Design, die besondere Technik und ihre große Beweglichkeit machen sie auch heute noch zu einer der beliebtesten Artemide-Leuchten. Tizio ist auch als Stehleuchte erhältlich, wobei als Sockel und Stab eine markante Säule dient, die der Leuchte einen soliden Eindruck verleiht. Auch moderne LED-Varianten sind inzwischen erhältlich. Die klassische Tizio-Halogentischleuchte gibt es in drei Größen.

Der Münchner Richard Sapper zählt zu den bedeutendsten Designern des 20. Jahrhunderts. Tizio ist eines seiner erfolgreichsten Werke, er entwarf sie 1971 im Auftrag des renommierten Lichtdesign-Experten Artemide. Das italienische Wort Tizio bedeutet „Freund“ und „Kumpel“, ein Name, der der unkomplizierten und zugleich sehr männlich wirkenden Arbeitsleuchte, gut zu Gesichte steht.

Richard Sapper bevorzugte in seinem Atelier beim Arbeiten eine Beleuchtung, die direkt auf den Schreibtisch oder die Arbeitsfläche vor ihn gerichtet war, während der restliche Raum im Halbdunkel verschwand. Bei diesen Lichtverhältnissen gelang es Sapper, sich bestmöglich auf seine Arbeit zu konzentrieren. Da der Perfektionist keine Schreibtischlampe fand, die seine Ansprüchen erfüllte, begann er 1970 selbst mit der Entwicklung einer solchen Leuchte. Sie sollte für Sapper die ideale Schreibtischleuchte darstellen: Sie besitzt lange Arme, einen kleinen Kopf und einen stabilen Standfuß. Alle Teile sind mit Gelenken miteinander verbunden und in viele Positionen verstellbar. Der kleine, viereckige Leuchtenkopf ist kippbar, damit blendfreies, direktes Licht in die gewünschte Richtung strömen kann und sich somit perfekt zum Arbeiten oder Lesen eignet. Ein Gegengewichtsystem sorgt für Stabilität in jeder Position – und gibt der Leuchte eine sehr klare Silhouette, ohne sichtbare Federn oder Drähte.

Dies ermöglichte ein geradliniges und minimalistisches Design, denn zwischen Sockel und Leuchtenkopf wird der Strom nicht über Kabel, sondern über die Arme selbst geleitet. Der Trafo, der die Spannung von 230V in die nötigen 12V umwandelt, sitzt im Sockel. Und dank der verwendeten GY6,35-Halogenlampe konnte der Kopf besonders klein gestaltet werden.

Design


Richard Sapper
Richard Sapper

Der deutsche Industriedesigner schuf zahlreiche stilbildende Klassiker, wie z.B. die ikonische Tizio Schreibtischleuchte oder die Alessi-Kaffeekanne.